Ku***(*)ieren.

Beeindruckende Wolkengebirge vor einem kräftig-blauen Himmel. Die Wolken regnen auf einer begrenzten Fläche ab, man sieht einen Regenbogen und einen schmalen Streifen grünes, leicht hügeliges Land.
Bild: NOAA via Unsplash

Wer wirklich noch nie, im ganzen Leben nicht, Schwierigkeiten gehabt hat, die Wörter kulminieren und kumulieren zu unterscheiden, darf jetzt zusammenpacken und nach Hause gehen. Alle anderen bleiben bitte noch einen Moment sitzen.

[Stuhlrücken und Rascheln von einer einzelnen Person; sich entfernende Schritte, Türschlagen]

Okay, dann wollen wir mal.

Kulminieren stammt vom französischen Verb culminer ab, das atteindre la hauteur la plus élevée bedeutet, die höch­ste Höhe oder den Gipfel erreichen.

Kumulieren hingegen basiert auf dem lateinischen Verb cumulare, das ansammeln oder (sich) anhäufen bedeutet.

Wer ab und zu in den Himmel schaut, hat sicher schon mal Kumuluswolken gesehen, kleine oder auch größere Wolkenhaufen. Das wäre also eine probate Eselsbrücke: Wenn sich etwas wie Wolken zusammenballt oder anhäuft, dann kumuliert es. Wenn etwas, wie in dem alten Reinhard-Mey-Lied, bis über die Wolken reicht, dann kulminiert es dort.

Manchmal helfen auch absurde, abseitige Verwendungen beim Merken: In letzter Zeit schaffe ich es nicht mehr oft, beim Koitus zu kulminieren. (Bitte dieses Beispiel nicht gegenüber Minderjährigen verwenden und, wo nötig, einen NSFW-Sticker anbringen.)