You-, not MeTube.

Das YouTube-Logo, aber statt des Play-Buttons ist in der Mitte ein dickes weißes Kreuz.

Ein großer Teil der Videos, die von diesem Blog aus verlinkt sind, wird auf YouTube gehostet. Da aber Google, das sich die Plattform 2006 für über anderthalb Milliarden Dollar einverleibt hat, als notorischer Datenkrake in der WERNERPRISE°-Redaktion nicht willkommen ist, werden die YouTube-Links über den Anonymisierungs-Proxy Invidious geleitet. Das findet Alphabet, der Mutterkonzern von Google und also auch YouTube, überhaupt nicht gut, weil erstens keine Daten abgegriffen werden können (was dem Google-Goldspinn-Modell der personalisierten Werbung zuwiderläuft) und zweitens der Proxy die Videos ohne Werbung abspielt (was dem Google-Goldspinn-Modell der In-Video-Werbung zuwiderläuft).

Wenn Milliardäre und milliardenschwere Unternehmen auch nur einen einzigen Cent weniger einnehmen, als sie könnten, dann werden sie sehr schnell sehr schlecht gelaunt und aggressiv. Seit Monaten kämpft der Gigant Google gegen die – größtenteils von Individuen mit schmalem Budget angebotenen – Invidious-Instanzen an; wie es scheint, mit zunehmendem Erfolg. Ein großer Teil der Betreiber*innen hat inzwischen schon aufgegeben; die aktuelle Server-Liste verzeichnet gerade mal drei Instanzen. Vor wenigen Monaten waren es noch dutzende.

Wer also jetzt Videos aus diesem Blog zu öffnen versucht, wird meist eine Fehlermeldung sehen. Dann gibt es nur noch die Möglichkeit, das Video direkt auf YouTube anzusehen, dazu ist in der Invidious-Fehler­mel­dung ein Link vorhanden. Ich rate davon allerdings dringend ab.

In diesem Zusammenhang: Wer gern eigene Videos im Netz veröffentlichen möchte, ohne der Google-Datenspionage ausgeliefert zu sein, sollte sich PeerTube mal etwas genauer ansehen. Zur Einstimmung ein paar Musikvideos von Meljoann, von Meshe, und eins von dem liebenswert skurrilen Schweizer Bandprojekt Finger.